Loren Info. Info über Loren.
Der Name ist Programm.
Freitag, Juni 01, 2007
Dienstag, Februar 13, 2007
Einmal Fischer zum Ausklang!
oder: Joschka, und der Tag wird gut.

Ja, die Verlängerung meines Aufenthalts hier in Princeton um fast einen Monat hat sich also gelohnt. Knappe zwei Wochen vor dem endgültigen "Jetzt-ist-aber-gut" hat unser Außenminister a.D. uns doch noch einmal die erhoffte Möglichkeit geboten, auf Trophäenfang zu gehen. Seine Rede zur Lage der Welt im Dodds Auditorium war dem Spiegel zwar diesmal keinen Artikel wert, aber voll war der Saal und nett war der Joschka. Wenig Heilvolles hat er leider verkündigt und bei seiner Sicherheit, dass die USA bald den Iran angreifen werden, blieb dem bangen Zuhörer nur, auf eine neu eingetretene Senilität Joschkas zu hoffen.
Auf die Frage aus der Zuhörerschaft, was Herr Fischer denn nach seinen sechs Monaten in Princeton zu tun gedenkt, entgegnete er schmunzelnd zur Erheiterung des Publikums, er habe nun erkannt, dass er doch ein Europäer sei...

Tja und als die Trophäen für unser Princeton-Internship schließlich im Kasten waren, stand die Befriedigung allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben - denen vor der Kamera sichtlicherweise, aber auch dem Abdrücker - denn wie oft läuft einem denn ein Bundesaußenminister vor die Linse! So hatten Steffi und ich am Abend einvernehmlich so ein angenehmes Gefühl, einen guten Tag erlebt zu haben. Er hat doch eben so etwas Gemütliches, der Joschka.
Donnerstag, Januar 11, 2007
Summertime!
Letzten Samstag, als es dem Wetterbericht gemäß aber nicht der Jahreszeit entsprechend zwanzig Grad (Celsius) hatte, sind Ralph der Photograph und ich ein wenig in New York herumgelaufen. Und ja, wenn der Wind mal kurz etwas böiger blies, war es fast ein wenig kühl im T-Shirt (Zitat Ralph)... Frei nach dem Motto "wir basteln uns unser Lieblingsklima" war eigentlich ganz New York auf den Straßen und ist sommerlichen Aktivitäten nachgegangen. Etwas ungewöhnlich für einen Tag im April war dann nur, dass die Sonne um halb fünf nachmittags schon unterging. Aber dann machten wir eben ein paar Nachtfotos, zur Abwechslung mal so wie es sich gehört, nämlich mit Stativ (der Marke Manfrotto).
Montag, Januar 01, 2007
Sonntag, Dezember 10, 2006
Sonntag, Dezember 03, 2006
Not-Witze...
... entstehen nicht etwa aus Verzweiflung, es handelt sich dabei vielmehr um eine Besonderheit des amerikanischen Humors ("not" ist hier als englische Verneinung gemeint). Borat, der kasachische Reporter, hat in seinem Film einen amerikanischen Humor-Coach auf den Arm genommen, als er diese ziemlich spezielle Art von Witz erklären wollte ("This suit is black - (pause) - NOT!?"). Ebenso wie Borat ist auch mir die Verwendung nicht ganz klar geworden, jedoch habe ich auch keine Chance gehabt, einen richtigen Not-Joke zu hören. Bis sich meine Wege mit Jeffs kreuzten. Jeff ist ein Touristenführer in Las Vegas ("Lahs Veigiss"), der viermal die Woche vierzehn Touristen vierhundert Meilen zum Grand Canyon fährt. Jeff war ein Erlebnis, das es fast mit den Untiefen des Canyon selbst aufnehmen konnte, denn Jeff war die Verkörperung des einfältigen, plumpen und gutmütig-dümmlichen Provinz-Amerikaners. Er hat die sowieso schon einfache englische Grammatik auf eine einzige Form reduziert, das präsens Singular ("Two sheriffs works here") und unzählige weitere Stilblüten produziert ("did you watch the sunset go down?") - und eben einen richtigen, echten Not-Joke gerissen. Es war einmalig. Wie man sich seit Borat einen Not-Joke so vorstellt: den Kopf etwas zur Seite gedreht, die Mundwinkel nach schräg unten verzogen, und dann, in einem quakenden Tonfall: "NOT!?".




Diese Bilder schließlich sind in einem herrlich bizarren kleinen Fleck auf dem Weg zum Grand Canyon entstanden. Seligman liegt an einer Kreuzung mit der historic Route 66 und ist fast vollkommen verlassen, gäbe es da nicht einen alten Frisör, der laut Jeffs Bericht in einer großangelegten Wiederbelebungsaktion angefangen hat, Videos von Seligman zu verkaufen und einen Souvenirshop betreibt. Dieser Ort wirkte in seiner Gottverlassenheit so wunderbar authentisch - man hat sich förmlich gefragt, ob es jemals bessere Zeiten in Seligman gab, oder ob diese Ruinen und Wracks ein ewiges Dasein außerhalb unserer Zeitrechnung fristen.


Samstag, Dezember 02, 2006
Obatzda auf der großen Wiese
Einem leichten Irrtum bin ich schon aufgesessen, als ich mich entschloss, das Thanksgiving-Weekend in Las Vegas zu verbringen: ich hätte auf wesentlich wärmeres Wetter getippt! Es stellte sich jedoch heraus, dass es auch in der Wüste einen Winter gibt, der zwar keinen Schnee aber doch ziemlich frische Temperaturen um die 15 Grad (tags) und 5 Grad (nachts) mit sich bringt. Nichts also von wegen Baden, die Badehose blieb platt im Koffer.
Nachdem Mathias und ich tatsächlich keinen weiteren Intern mobilisieren konnten, mit nach Vegas zu kommen, haben wir eben zu zweit gebucht und ein ziemlich gutes Paketangebot mit Flug und Hotel ergattert. Nicht ohne Schadenfreude habe ich dann wenige Tage vor dem verlängerten Wochenende Mails anderer Interns gelesen, die sich gegenseitig erkundigten, was die "Daheimbleiber" noch unternehmen könnten. Wie sich herausstellte, war das Wochenende in Princeton auch noch nass, kalt und grau... tja.
Wir waren direkt am Las Vegas Strip untergebracht im Luxor, dieser Pyramide, die ich mir unter anderem schon bei meinem letzten Vegas-Trip im April 2005 genauer angesehen hatte - quadratisch, praktisch, gut. Ach, mir fallen heute keine guten Witze ein.


Neben den obligatorischen in einen Automat geworfenen 25 Cent ("wie, das wars schon?") haben wir noch ganz andere Geldbeträge an verschiedenen Orten hinterlassen. Nach der Blue Man Group Show habe ich zum beispiel die mit knappen 100 Dollar teuerste Nightclub-Nacht meiner bescheidenen Erfahrung erlebt... Zwei der allseits bekannten All-you-can-eat-Buffets haben wir uns auch angetan, wobei das im Luxor bei weitem schlechter war, als das im Aladdin. Falls jemand aus meiner geneigten Leserschaft einmal vor der Qual der Wahl steht.


Als dann erwartungsgemäß am Ende des Geldes noch so viel Reise übrig war, wurde es Zeit für ein etwas bescheideneres Mahl, nämlich eine zünftige Brotzeit, die man wo am besten einnimmt? Na im Hofbräuhaus natürlich. Am Platzl oder in Nevada. Der Obatzde kam sogar mit einer frischen Brezl ("... came with a fresh Pretzel..."). Und zum Beweis, dass dies alles nicht frei erfunden ist, hier noch ein Touri-Ich-War-Da-Foto!


Der Rest der Reise war das gewöhnliche Wundern, Kopfschütteln, Staunen und Am-Kopf-Kratzen über diesen ungeheuer großen bunten Klumpen blanker Sinnlosigkeit namens Las Vegas ("die große Wiese").


























